BUND Kreisverband Biberach


Hier finden Sie interessante Tipps und Infos
der BUND-Gruppe Schwendi


Wie ökologisch ist Einkaufen im Internet?

Viele Millionen Menschen kaufen heutzutage im Internet ein. Online werden auch immer mehr ökologisch hergestellte oder fair gehandelte Waren erworben. Der Kauf per Mausklick ist schnell und bequem. Allerdings hat der Onlinehandel auch Schattenseiten. Neben einem erhöhten Verbrauch an Verpackungsmaterialien steigt die Zahl der Straßentransporte. Emissionen, Schadstoffausstoß und Lärm nehmen zu, die ökologischen Vorteile mancher Waren schwinden dadurch oder kehren sich sogar in ihr Gegenteil um. Zudem geht der Trend in Richtung immer kürzerer Lieferzeiten, was zu kleineren Verpackungseinheiten und noch mehr Transporten führt. Dies erhöht die Umweltbelastungen weiter.

Deshalb empfiehlt der BUND, in der näheren Umgebung nach Läden zu suchen, die ökologisch hergestellte und fair gehandelte Produkte anbieten. Lokale Händler bestellen in der Regel größere Warenmengen. Das verursacht deutlich weniger Transporte und verringert das Verpackungsmaterial. Auf den Internetseiten der lokalen Händler lassen sich zumeist das Angebot und die Preise einsehen. Das ermöglicht Preisvergleiche ohne zusätzliche Wege.

Wer in der Region nicht verfügbare Waren bestellt, sollte sich außerdem Gedanken darüber machen, ob er diese Dinge tatsächlich so schnell wie möglich benötigt. Immer mehr Onlinehändler bieten die Möglichkeit, mehrere nacheinander erfolgte Bestellungen zu einer Leistung zusammenzufassen. Das erspart Transporte und Verpackungen. Außerdem kann man Bestellungen auch mit Freunden oder Nachbarn gemeinsam aufgeben.
Quelle: bundoekotipps
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Erhalt alter Kulturpflanzen

Wenn wir heute in die Gemüse -und Obstabteilung eines Supermarktes treten, begegnen wir immer weniger verschiedenen Sortenamen, manche sind bei Äpfeln völlig fremd, da sie aus Ländern jenseits des Äquators stammen. 2-4, maximal 5-6 verschiedene Sorten werden jeweils angeboten. Es sind zu 90 % Erzeugnisse aus Treibhauskulturen und mit hohem Pestizid- und Düngereinsatz.
Wer sich aber für alte Apfelsorten interessiert, kann sich die Apfelallee im Erich-Nau-Park Dietenbronn  näher anschauen: rund 20 Hochstämme mit 15 verschiedenen Sorten. Gärtnermeister L. Schwarz erklärte , dass die Unterlage beim Veredeln die Baumgröße bestimmt: für den Halbstamm eine schwach wüchsige Unterlage, auch alte Sorten passen in einen modernen Garten. Da kann man bestimmte Reifezeit, Farbe, Geschmack Verwendung auswählen.
Wenn Ihnen nun eine bestimmte Tomaten-oder Gurkensorte aus dem Supermark zugesagt hat, suchen Sie den Samen Ihrer Sorte  gleich vor Ort oder im Baumarkt. Egal welche Samentüten Sie wählen , die Beschreibung beginnt: Hybrid , F1 mit einem ordentlichen Preis. Das heißt, das ist die erste Generation einer Kreuzung mit den angegeben Qualitäten. Da z.B. die Tomate sehr gut in Wuchs und Ertrag war, entnehmen Sie dieser einige Samenkörner, um diese nächstes Jahr wieder auszusäen. Im nach folgenden Jahr wird sich die F2 verschiedene Formen mit anderer, minderer Qualität zeigen. Also wieder neue Hybrid F1 teuer erwerben. Die Samenfirma kann aber auch noch Dünger und Pflanzenschutzmittel wie in der Landwirtschaft anbieten. Alles aus einer Hand.

Die „Wilden Gärtner“ vom BUND-Kreisverband haben sich dem Erhalt alter Pflanzensorten (Gemüse, Früchte, Duft-/Färbekräuter) zugewendet, um alte regionale, gut gedeihende, nährstoffreiche Sorten zu erhalten. Anfang jeden Jahres (Jan.-März, unter Termine nachschauen) von 10-16 Uhr veranstalten sie in der Stadthalle Schussenried ihre Oberschwäbische Saatgut-Festivals.  Ihre Mitglieder bieten auch auf der Schwendier Pflanzenbörse ihre Nachzüchtungen  an. Das beste Beispiel des erfolgreichen Artenschutzes ist der Wiederanbau der Alblinse, einer sehr gesunden Hülsenfrucht, die aber auch gleichzeitig den Boden mit Stickstoff anreichert.

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Grillen umweltfreundlich

Die Grillsaison hat begonnen. Rauchschwaden ziehen durch Wohnsiedlungen, in Parks lagern picknickende Grüppchen und Grillgeruch lässt Vorübergehenden das Wasser im Mund zusammenlaufen. Übrig bleiben mit Verpackungsmüll und Asche verschmutzte Anlagen. Der BUND gibt Tipps, wie das Grillfest umweltverträglich werden kann.
Die richtige Kohle:
Grillkohle gibt es mittlerweile auch mit „FSC“ -Siegel. Das Forest  Stewardship Council (FSC) ist eine internationale, gemeinnützige Organisation, die sich für den Erhalt der Wälder durch nachhaltige Bewirtschaftung einsetzt. Das Siegel kennzeichnet Holzprodukte (neben Holzkohle auch Gartenmöbel und Bleistifte), bei deren Herstellung soziale und ökologische Kriterien beachtet wurden. Ein weiteres wichtiges Merkmal für gute Kohle ist das DIN – Prüfzeichen. Es garantiert, dass der Brennstoff kein Pech, Erdöl, Koks oder Kunststoffe enthält.
Anzünder ohne Chemie:
Der BUND empfiehlt, den Grill nicht mit chemischen Zündhilfen, Papier oder Kiefernzapfen anzuzünden. Bei der Verbrennung dieser Materialien werden krebserregende Stoffe freigesetzt. Stattdessen sollten Pressholz mit Öl oder Wachs, Reisig oder Holzspäne verwendet werden. Es gilt die Faustregel: Grillgut erst auf den Rost legen, wenn die Anzündhilfen vollständig verbrannt sind.
Achtung! Brandgefahr!
Wildes Grillen ist verboten. Aus gutem Grund: Jeden Sommer werden so Brände ausgelöst, die Bäume, Wiesen zerstören und Tiere töten.
Geschirr und Besteck: Müllberge vermeiden
Das Fleisch soll nicht direkt auf den Rost gelegt werden, damit das Fett nicht in die Glut tropft – denn so können krebserregende Stoffe entstehen. Als umweltfreundliche Alternative zur Alufolie oder – schale können dünne Steinplatten aus Speckstein oder Schiefer als Unterlage benutzt werden.
Pappteller und Plastikbesteck sind zwar leicht und gut zu transportieren. Aber sie füllen Säcke mit Müll. Wenn schon Kunststoff, dann bitte in der wiederverwertbaren Variante. Der BUND empfiehlt Kunststoffbehälter und -geschirr aus Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP). Andere Kunststoffe enthalten zum Teil gesundheitsschädliche Stoffe wie Weichmacher oder chemische Harze.
Mehr Gemüse statt Fleisch:
Mit Mozzarella gefüllte Peperoni, gegrillte und eingelegte Auberginen, Tofuspeisen oder Champignons mit Kräuterbutter statt bergeweise Schnitzel und Würstchen..... Lassen Sie Ihre Phantasie spielen und schützen Sie gleichzeitig das Klima. Denn rund ein Fünftel der schädlichen Treibhausgase weltweit gehen auf das Konto der Viehzucht. Massentierhaltung quält nicht nur das Vieh, sie verursacht außerdem schwerwiegende Gülleprobleme wie die Bodenversauerung. Wenn schon Fisch oder Fleisch, dann sollte es Bioqualität aus der Region sein, es schmeckt zudem besser.
Quelle: BUNDoekotipps 

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Faire und nachhaltige Kleidung

Sei es die Winterjacke, Handschuhe oder Pullover, die man kauft, sie sind häufig unter ökologisch und sozial fragwürdigen Bedingungen hergestellt.

So werden bei der Herstellung oftmals umweltschädliche Chemikalien eingesetzt, Arbeiter*innen leiden unter gesundheitsschädlichen Einflüssen am Arbeitsplatz und werden zudem nicht fair bezahlt. Das kann sowohl auf die Herstellung von Billigware, wie auch von teuren Designerstücken zutreffen.
Ökokleidung kaufen
Der Ökomarkt für Kleidung boomt. Es gibt Firmen, die recycelbare Kleidung, wiederverwertbare Naturmaterialien und ökologische Farbstoffe für die Produktion ihrer Kleidungsstücke einsetzen. Gemeint sind hier vor allem Artikel aus Biobaumwolle, Holz oder Kokos. Wir empfehlen daher, Produkte dieser Art den umweltschädlichen Materialien wie Kunststoffen vorzuziehen. 

Inzwischen gibt es einige Labels, die umweltfreundlich und fair produzierte Kleidung zertifizieren wie das GOTS-Label oder das Zeichen „ IVN Best Naturtextil“, das bislang die strengsten ökologischen und sozialen Standards bei Textilien setzt.  Das Label „Öko-Tex Standard 100“ kennzeichnet zwar schadstoffgeprüfte Textilien, die als gesundheitlich unbedenklich für den Verbraucher eingestuft wurden, die Rohstoffe müssen aber weder fair gehandelt noch bio sein. Über ökologisch verträgliche Herstellung sagt auch das Siegel  „Fairtrade Certified Cotton“ nichts aus, es garantiert jedoch zumindest faire Bezahlung und Arbeitsbedingungen. Der kontrolliert biologische Anbau der Baumwolle wird durch das Siegel zwar nicht garantiert, aber gefördert.

Eine kritische Übersicht verschiedener Labels für Textilien findet sich im Internet bei „Label online“. Bei verschiedenen Shoppingportalen finden Sie Modelabels, die nach sozialen und/oder ökologischen Vorgaben produzieren. Sortimente aus Biobaumwolle, fair produziert und schadstoffgeprüft, listet das Portal „Eco Top Ten“ auf. BUND Ökotipps
 



Handys in Kinderhände?

Kinder finden Handys cool und sind fasziniert von den sich schnell entwickelnden neuen technischen Möglichkeiten. Eltern fühlen sich häufig sicherer, wenn ihr Kind erreichbar ist. Doch können unsere Kinder das Handy wirklich gefahrlos benutzen?. Für Mobiltelefone existieren keine verbindlichen Strahlenwerte. Die „SAR – Werte“ sind bloße Empfehlung des EU – Rats und beschreiben, wie viel Wärmeenergie biologisches Gewebe ( etwa unser Körper) durch elektromagnetische Strahlung aufnimmt.

Auch bei ihrer Einhaltung bleibt ein Gesundheitsrisiko für Kinder. Je näher das Handy am Kopf, desto höher ist die Strahlenbelastung. Die aktuellen Vorschriften und Messverfahren basieren auf Daten, die bei Erwachsenen erhoben wurden. Auf Kinder wirkt sich die Strahlung nachweislich viel ungünstiger aus. Denn ihre Köpfe  sind noch kleiner, die Schädelknochen weicher, die Erwärmung im Gewebe damit stärker. Bei Medikamenten ist es allen klar, dass die Dosierung für Kinder stets deutlich niedriger sein müssen als für  Erwachsene. Vor allem entwickelt sich noch das kindliche Gehirn und ist deswegen viel empfindlicher. Außerdem sagt die übertragene Wärme nichts über andere Schäden durch Handystrahlung aus.

Unabhängige Wissenschaftler raten dringend davon ab, Kindern Handys zu geben. ( Frankreich hat jede  an Kinder unter 14 gerichtete Handywerbung verboten.) Der BUND setzt sich für dieses unbequeme, doch für die Gesundheit unserer Kinder wichtige Thema ein, trotz aller Verharmlosung durch Industrie und Politik. Kein Vorschrift oder Gebrauchsanweisung schützt Kinder vor Gefahren durch Handys und leistet die entsprechende Vorsorge. Daher empfiehlt der BUND allen Eltern: keine Handys in Kinderhände.
Quelle: BUNDoekotipps
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Elektroschrott vermeiden

„Jedes Jahr ein neues Smartphone.“ Mit solchen und ähnlichen Slogans werben Mobilfunkanbieter. Der Kunde freut sich, denn so kann er sich regelmäßig mit den neusten Geräten ausstatten. Die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Unterhaltungselektronik sind allerdings weit weniger erfreulich. Denn für die Herstellung immer leistungsstärkerer Smartphones, Laptops, Computer und Spielekonsolen werden seltene Erden wie Cotan benötigt, die oft unter menschenunwürdigen Bedingungen gewonnen werden. Eine der wenigen Lagerstätten hierfür liegt im Kongo, wo seit Jahrzehnten gewaltsame Auseinandersetzungen um den Zugang, die Kontrolle und den Handel mit diesem Rohstoff existieren. Die andauernden Konflikte und der rücksichtslose Abbau der Rohstoffe bedrohen auch die Natur in diesem Gebiet, in dem zahlreiche seltene Tierarten beheimatet sind.

Qualität statt Quantität
Neben dem hohen Bedarf an Rohstoffen für elektronische Geräte werden bei der Herstellung viel Wasser und Energie benötigt. Angesichts des kurzen Lebenszyklus von Produkten der IT-Branche ist der Ressourcenverbrauch, verglichen mit anderen Waren, deswegen besonders hoch. Am Ende ihres kurzen Lebens werden die Geräte zu Elektroschrott, der Schwermetalle, giftige Flammschutzmittel und jede Menge Kunststoffe enthält, die oft nur unzureichend recycelt werden können.

Der BUND empfiehlt daher lieber hochwertige, langlebige und reparaturfähige Produkte zu kaufen und bei Smartphones auf Geräte mit austauschbarem Akku zu setzen. Dabei ist zu beachten, dass mit dem Leistungsspektrum der Geräte auch ihr Energiebedarf steigt. Die vorgesehenen Energiespar – Features neuer Rechner sollten deswegen genutzt werden. Ältere Modelle haben diese zwar nicht immer, verbrauchen aber dennoch deutlich weniger Strom. Wenn man nur „einfache“ Arbeiten am Rechner durchführen muss, wie Textdokumente erstellen, lohnt es sich, daher möglichst lange mit einem Computer auszukommen.

Reparieren statt wegwerfen, teilen statt entsorgen
Sollte mal etwas kaputt gehen, ist es oft günstiger nach Reparaturmöglichkeiten zu fragen. Jede wichtige Komponente eines Rechners lässt sich so ersetzen, dass sie sich nach zwei Monaten ökologisch amortisiert hat. Ab dann spart die Reparatur gegenüber der Neuanschaffung viel Energie. Sofern sich eine Reparatur dennoch nicht lohnt oder falls die Anforderungen eines Gerätes für den persönlichen Gebrauch nicht mehr ausreichen, muss es nicht weggeworfen werden. Funktioniert das Gerät noch, kann man versuchen es zu verkaufen oder zu verschenken. Hierfür findet man im Internet zahlreiche Plattformen. In der Regel finden sich auch Bastler, die das Gerät gerne abnehmen. Findet sich niemand, lassen sich kaputte Elektronikgeräte fachgerecht in Wertstoffhöfen entsorgen oder sie können gegen eine geringe Gebühr vom örtlichen Entsorger abgeholt werden.
Quelle: BUNDoekotipps
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Regenjacken mit Risiken und Nebenwirkungen

Vorsicht vor giftigen Chemikalien! Mit dem Herbst beginnt für Kinder die Saison der Regenjacken, Gummistiefel und Matschhosen. Denn warme und trockene Kleider sind bei nasskaltem Wetter die beste Vorsorge gegen Krankheiten.
Regenbekleidung kann jedoch der Gesundheit und der Umwelt schaden, wenn sie giftige Stoffe enthält. Bei Tests enthielten einige Regenjacken so viele giftige Chemikalien, dass sie eigentlich als Sondermüll gekennzeichnet werden müssten. Sehr verbreitet sind zum Beispiel zinnorganische Verbindungen, die die feuchten Jacken vor Schimmel schützen sollen. Diese Schadstoffe haben eine hormonelle Wirkung.

Auch Weichmacher und polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) verstecken sich häufig in Regensachen. Diese Chemikalien können durch Schwitzen und Reibung freigesetzt werden. PAK sind krebserregend, Weichmacher können das empfindliche Hormonsystem des Menschen aus dem Gleichgewicht bringen. Für die Umwelt stellen sie ein großes Problem dar. Regenbekleidung besteht häufig aus giftigem PVC. Der BUND empfiehlt Produkte aus gewachster Baumwolle oder aus unschädlicheren Materialien wie Polyethylen oder Polyester. Bei Gummistiefeln ist man mit Produkten aus Naturkautschuk auf der sicheren Seite. Übrigens: Kinder sollten die Stiefel nie barfuß anziehen. Socken aus reiner Wolle vermindern die Schadstoffaufnahme und halten die Füße trocken. Ökologisch unbedenkliche Kleidung gibt es im gut sortierten Fachhandel sowie in Öko-Versandhäusern. Quelle: BUND-Oekotipps
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Standby - Heimliche Stromfresser

Obwohl sie scheinbar ausgeschaltet sind, verbrauchen viele Elektrogeräte weiter Strom. Laut BUND werden hierzulande die Kapazitäten von etwa zwei Großkraftwerken allein für Elektrogeräte benötigt, die in Privathaushalten und Büros auf Standby laufen. Auch Geräte, die ausgeschaltet, aber nicht von der Steckdose getrennt sind, verbrauchen Strom. Typische „stille“ Stromfresser sind Geräte der Unterhaltungselektronik und Computer. Aber auch Wasch -und Spülmaschinen, elektrische Zahnbürsten und Rasierapparate, Netzteile von Halogenlampen und Ladegeräten, die in der Steckdose verweilen, treiben den Stromverbrauch nach oben.

Seit Januar 2010 dürfen keine Geräte mehr verkauft werden, die im Standby- oder „Schein-aus-Betrieb“ mehr als ein Watt verbrauchen. Die besten Geräte erreichen 0,1 Watt bei Standby und fast null Watt im Schein-aus-Modus. Dies gilt jedoch nur für Geräte, die neu sind Deshalb sollten Verbraucher auch bei ihren bereits vorhandenen Geräten auf den Standby -und Schein -aus Verbrauch achten. Quelle BUNDoekotipps
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Unerwünschte Briefkastenwerbung stoppen

Mit jährlich rund 19 Millionen Tonnen Papier verbraucht Deutschland so viel Papier wie Afrika und Südamerika zusammen. Der hohe Bedarf ist auch auf die Papierflut der unerwünschten Briefkastenwerbung zurückzuführen. Dabei wandern 85 bis 90 Prozent der Druckware ungelesen in die Papiertonne.

Um sich gegen lästige Werbung zu wehren und die Umwelt zu schonen, rät der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) einen Aufkleber mit der Aufschrift „Bitte keine Werbung einwerfen“ gut sichtbar am Briefkasten anzubringen. In die so gekennzeichneten Briefkästen dürfen Zusteller  laut Urteil des Bundesgerichtshofes keine unadressierte Werbung wie Werbezettel oder Faltblätter einwerfen. Erhält man trotz des Aufklebers weiterhin Werbung, zunächst die Zustellung mit Datum und Uhrzeit dokumentieren und das werbende Unternehmen zu informieren. Falls sich auch dann nichts ändert, kann man wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten gegen den Werbenden klagen oder die Verbraucherzentrale informieren. Diese leiten bei gehäuften Verstößen ein gerichtliches Verfahren ein.

Um von adressierter Werbung, so genannten Postwurfsendungen, verschont zu bleiben, kann man sich im Internet unter www.ddv-robinsonliste.de in die Robinsonliste der Deutschen Direktwerber eintragen. Viele Unternehmen orientieren sich an ihr und senden den dort Eingetragenen keine Werbung mehr zu. Allerdings besteht kein rechtlicher Anspruch auf Beachtung der Eintragung. Erhält man also trotzdem weiter Werbung, auf den ungeöffneten Umschlag „ Annahme verweigert- zurück an Absender“ schreiben und ihn in den nächsten Briefkasten werfen. Der Werbende muss dann das erhöhte Rückporto bezahlen. Meist verzichtet er daraufhin auf eine weitere Zusendung.   Quelle: BUND-Ökotipps
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Können Plastiktüten „bio“ sein?

Auf Verpackungsfolien, Biomüllsäcken und Plastiktragetaschen wird immer häufiger das Wort “kompostierbar“ aufgedruckt. Auch Plastikbestecke, Handygehäuse oder Folien für die Landwirtschaft werden als „biologisch abbaubar“ gekennzeichnet. Wie aber steht es tatsächlich um die vermeintliche Kompostierbarkeit?

Angemessene Sortiertechnik fehlt

Plastikmaterialien werden meist aus Erdöl oder zunehmend auch aus nachwachsenden Rohstoffen wie Stärke, Milchsäure und Zellulose hergestellt. Da es jedoch keine adäquate Sortiertechnik gibt, sind Biokunststoffe von anderen Plastikprodukten nicht zu unterscheiden. Deshalb wird Plastik aus Biotonnen zumeist aussortiert und der Müllverbrennung zugeführt. Das Label „kompostierbar“ ist also lediglich nur ein Wunschbild.

Da die Herstellung von Bioplastik sehr energieintensiv ist und mit hohen Treibhausgasemissionen verbunden ist, lässt sich im Vergleich zu konventionellen Kunststoffen auch keine bessere Ökobilanz nachweisen. Der Anbau von Pflanzen für Bioplastik steht außerdem in Konkurrenz zum Anbau von Nahrungsmitteln. Hinzu kommen Düngemittel, die Gewässer und Grundwasser belasten.

Besser ganz auf Plastik verzichten

Der BUND empfiehlt, generell auf Plastiktüten zu verzichten, egal ob aus Bioplastik oder aus herkömmlichen Kunststoffen. Die Kennzeichnung als „bio“ oder „kompostierbar“ erzeugt allenfalls ein gutes Gewissen beim Verbraucher. Langlebige Behältnisse wie Stofftaschen, Netze oder auch Glasbehälter zum Einkauf von Lebensmitteln weisen erheblich bessere Umweltbilanzen auf. Quelle: BUND-Oekotipps
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Kosmetikprodukte ohne hormonell wirksame Substanzen

In vielen Pflege-und Kosmetikprodukten sind hormonell wirksame Substanzen enthalten. Das ist äußerst problematisch, denn diese Chemikalien werden mit einem Rückgang der Spermienqualität, verfrühter Pubertät, Hoden-und Brustkrebs oder Fettleibigkeit in Verbindung gebracht. Über Cremes, Duschgel, Zahnpasta, Haargel und weitere Produkte können diese gefährlichen Stoffe in den Körper gelangen. Statt sauber, schön und gepflegt können sie also auf Dauer krank machen. Besonders gefährdet sind Föten, Babys, Kinder und Jugendliche, die sich noch in Entwicklungsphasen befinden und für die hormonell wirksame Stoffe besonders gefährlich sind. Der BUND hat in einer neuen Studie über 60 000 Produkte auf diese gefährlichen Inhaltsstoffe hin untersucht. Wie sich herausstellte, enthielt fast ein Drittel aller Kosmetika mindestens eine hormonell wirksame Chemikalie.

Der BUND hat nun eine APP für das iPhone entwickelt, damit Verbraucher  und Verbraucherinnen leicht feststellen können, ob hormonell wirksame Chemikalien in einem Produkt enthalten sind oder nicht. Mit dieser App namens „ToxFox“, die man sich im i-Tunes App-Store gratis herunterladen kann, lässt sich  der Barcode von Kosmetikprodukten scannen. So kann man noch vor dem Kauf der Ware im Geschäft feststellen, ob das gewählte Produkt belastet ist. Für Verbraucher ohne iPhone steht der ToxFox als Web-Formular und für die Nutzung auf anderen Smartphones als mobile Anwendung zur Verfügung. Damit bekommt man die Möglichkeit, sich beim Einkauf bewusst gegen Produkte mit hormonell wirksamen Chemikalien entscheiden zu können. Bei belasteten Produkten lässt sich über die App außerdem eine Protestmail an die Hersteller senden, so dass diese nachdrücklich damit konfrontiert werden, dass ihre Kunden keine belasteten Kosmetika wollen. Naturkosmetika ist übrigens in der Regel völlig frei von hormonell wirksamen Chemikalien.Weitere Infos dazu: www.bund.net/ toxfox
Quelle: BUNDoekotipps
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Schädlinge biologisch bekämpfen

Im Garten sollte man auf den Einsatz von Gift verzichten, da dies nützliche Tiere, aber auch die Menschen selber schädigt.
Gesunde Pflanzen verfügen über bestimmte Abwehrmechanismen gegen Schädlinge und Krankheiten. Ein gesunder Boden mit allen wichtigen Mikroorganismen und Nährstoffen sorgt für entsprechend gedeihende Pflanzen. Fruchtfolge und Mischkultur fördert ebenso die Gesundheit der Pflanzen. Beim Kauf von Samen und Pflanzgut sollte der Gartenfreund  auf natürliche Resistenzen gegen bestimmte Krankheiten achten. Manche Arten verfügen über Abwehrstoffe gegen Fraß- oder Stechschädlinge.
Treibhausklima, überhöhte Stickstoffdüngung begünstigen Pilzbefall. Wenn ein Bodenpilz wie Asternwelke auftritt, empfiehlt es sich, mehrere Jahre auf diese Pflanzenart zu verzichten. Das Risiko von Blatt- und Krautfäule, die z.B. bei Tomaten, Kartoffeln oder Paprika auftreten, verringert sich bei räumlicher Trennung oder Wechsel der Fruchtfolge. Gegen Echten oder Falschen Mehltau schützen verschiedene  Pflanzenbrühen von Schachtelhalm oder Rainfarn, die die Pflanzen stärken.  Im Herbst, wenn die Pflanzen oder Blätter schwächeln, tritt Mehltau verstärkt auf.
Schadinsekten wie Blattläuse kann man mit einem Handschuh vorsichtig abstreifen oder man besprüht die Pflanzen mit Schmierseifen- oder Brennnesselbrühe. Wenn ohne Gift gespritzt wird fördert der Gärtner helfenden Nutztieren wie Marienkäfer, Florfliege oder Ohrzwicker. Blumentöpfe mit Holzwolle oder Stroh in Busch oder Baum gehängt helfen diesen nächtlichen Jägern. Laufkäfer beseitigen kleine  Schädlinge am Boden. Wespen und Hornissen ziehen ihre Brut mit erbeuteten Insekten auf.
Singvögel füttern ihre Jungen besonders mit  Blattläusen und anderen Insekten. Schwalben jagen fliegende Insekten. Manch Hausbesitzer stört sich bei den Mehlschwalben an den aus Lehm gebauten Nestern an der Hauswand und an ihrem Kot am Boden. Künstliche Nester oder ein Kotbrett unter dem Nest schützen vor unangenehmen Folgen. Alle unsere Singvögel stehen ebenso  wie ihre Nester unter Naturschutz. Für Igel, die man mit trockenem Katzenfutter anlocken kann, bietet ein Reisighaufen tagsüber einen Unterschlupf.
Quelle: Marie-Luise Kreuter "Der BIOGARTEN" bei blv

Getränke klimafreundlich kühlen

Mit der Sommerhitze steigt auch die Lust auf kalte Getränke. Wer Bier, Wasser oder Saft gekühlt genießen will, kann mit ein paar Tricks auch das Klima schonen.
Getränke kühlen verbraucht viel Energie. Der BUND empfiehlt daher, die Vorräte stets kühl zu lagern, damit der Energieaufwand im Kühlschrank (der die höchste Energieeffizienzklasse  A+++ haben sollte) möglichst gering ist. Dafür eignen sich vor allem Keller, aber auch bereits kaltes Wasser oder im Schatten stehende Wasserbehälter.
Übrigens kann man, wie die Landwirte früher, Getränkebehälter im Freien einfach mit einem feuchten Tuch umwickeln. Die Energie, die für die Verdunstung benötigt wird, wird dem Getränk entzogen. Es kühlt ab.

Wem wassergekühlte oder Getränke aus dem Keller nicht kalt genug sind, der muss im Kühlschrank nachkühlen. Dabei sind viele Kühlschränke mit etwa 3° unnötig kalt eingestellt. Eine durchschnittliche Kühltemperatur von 7°-8° reicht nicht nur für Getränke, sondern auch für andere Lebensmittel aus.

Der Kühlschrank darf ruhig vollgepackt sein, denn gefüllte Kühlschränke brauchen weniger Energie. Der Grund: Beim Öffnen kann weniger kalte Luft entweichen. Das Öffnen und Schließen sollte möglichst schnell gehen. Warme Luft, die nachströmt, muss neu abgekühlt werden. Während gelagerte Lebensmittel die Kälte speichern.

Oft landen auch alte, eigentlich schon ausrangierte Kühlschränke in den Kellern. Von Zweitgeräten rät der BUND jedoch ab. Sie sind meist nicht nur sehr ineffizient, oft auch beschädigt und undicht und werden so zu wahren Energiefressern, die nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch dem Klima schaden.
Quelle: BUNDÖkotipps 

Ökologische Planung des kommenden Gartenjahres

Der Frühling ist noch fern. Wer einen ökologischen Garten mit Lebensraum für Mensch, Pflanzen und Tiere betreibt, plant jetzt schon wichtige Gestaltungselemente und Arbeiten, z.B. Baum- und Heckenschnitt vor der Brutzeit. Der Garten soll ein vielfältiger Lebensraum sein.!

Vielfalt
Die Ausräumung der Wiesen- und Feldflur findet  augenblicklich ihre Fortsetzung in Gärten mit dauergemähtem Golfrasen, Kiesflächen mit vereinzelten Stauden oder Koniferen, kurz ökologisch eine Wüste.

Dies erhöht die Wichtigkeit ökologisch vielfältiger Gärten. Zugewachsene Hecken und  sonnige Freiflächen, trockene und feuchte Bereiche, Mauern, Hänge und Ebenen sichern ganz unterschiedlichen Pflanzen gutes Gedeihen. Für langes Blühen sorgt die Vielfalt der Stauden, also vom Schneeglöckchen/Winterling bis ins Spätjahr mit Herbstastern und Efeu, lauter Insektenfreunde. Koniferen, Forsythie, Flieder bieten nichts für Bienen. Der Blütezeit entspricht auch das andauernde Futterangebot durch Samen und Früchte für Vögel vom  Efeu im März bis zu den Phloxsamenständen im Dezember. Pflanzgefäße, Beete, Rabatten und Hecken, Feuchtbiotope sichern Nahrung, Schutz, Brutplätze für eine Vielzahl von Lebewesen. Auch für Balkonkästen empfehlen sich insektenfreundliche Pflanzen, Geranien sind das nicht. Ungefüllte Blütenformen( z. B. bei Rosen, Dahlien) werden intensiver von Insekten besucht als gefüllte. Auch blühende Küchenkräuter locken Insekten an. Nachtblüher wie Nachtkerze oder Waldgeißblatt unterstützen die Fledermäuse.

Nisthilfen

Während bestimmte Wildkräuter, z. B. Brennnessel wichtige Futterpflanzen für Falter sind, bieten Altholz, Trockenmauern, sonnige Sand/Lehmflächen Brutplätze für Wildbienen.
Als Nisthilfen dienen Reisighaufen, Bruthöhlen, an Bäumen oder an/ in Gebäuden. Geschickte Schnitttechniken bei Bäumen und Sträuchern liefern den Freibrütern Astquirle als Nistplätze. Wildbienenhotels  mit diversem Holz, Stängeln und Lehm, mit Röhren (2-8 cm) eignen sich als gut genutzte Brutplätze an sonnigen Stellen.

Ökologischer Pflanzenschutz

Pestizide sind aus dem Ökogarten verbannt. Das „insektenneutrale“ Glyphosat schwächt und desorientiert die Bienen. Brühen/Tees aus einheimischer Pflanzen wehren spezifische Schädlinge ab und stärken die Pflanzen, ebenso Naturdünger. Durch bestimmte Mischkulturen schützen und stärken sich  Pflanzen gegenseitig.

Dünger
Der Komposthaufen recycelt organische Haushaltsabfälle und Pflanzenreste aus dem Garten zu wertvollem Humus. Er ist auch Lebensraum für zahllose Tiere. Jauchen aus eigener Produktion düngen vielseitig (Brennnessel, Schachtelhalm, Beinwell, Rainfarn...)

Auswahl der Sorten bei Nutzpflanzen
Alte Sorten sind durch regionale Zuchtwahl entstanden. Das bedeutet, dass sie die regionalen Umweltbedingungen besser vertragen und nicht auf Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel und Industriedünger angewiesen sind. Alte Apfelsorten wie Boskoop oder Goldparmäne lösen keine Allergien aus, wie moderne Züchtungen. Alte Gemüsesorten bei Bohnen, Erbsen, Kohl oder Tomaten findet man bei Pflanzenbörsen, bei den „Wilden Gärtner“ (BUND Biberach, www.bund-bc.de) oder im Internet. Moderne Züchtungen enthalten oft weniger Bitterstoffe und andere geschmacksintensive Merkmale. Sie locken mit Farben und Größe, bieten dafür weniger wertvolle Inhaltsstoffe und Aromen.

Infoquellen im Internet
BUNDÖkotipps und andere ökologische Vereine; aber auch Landwirtschaftsministerium B-W ( „Bienenweidekatalog“), Bayer. Staatsministerium für Landwirtschaft
Reinhard Schnetter

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Sonnencremes mit Nanopartikel, ein ungeklärtes Risiko

Neuste Studien weisen auf die Gefährlichkeit von Nanopartikeln für Föten und Kleinkinder  hin. Beispielsweise können Titandioxid – Partikel das Erbgut schädigen und neurologische Störungen (Nervensystem) verursachen. Die winzigen Teilchen in einer Größe von wenigen Nanometern ( Millionstel Millimeter) werden zunehmend in Reinigungsmitteln und für wasserabweisende Oberflächenbeschichtungen, aber auch in Kosmetika eingesetzt. Schon heute enthalten viele Sonnenschutzcremes Nanomaterialien aus Titandioxid oder Zinkoxid. Die winzigen Teilchen fungieren als physikalischer Sonnenschutz – sie reflektieren wie Milliarden kleinster Spiegel das Sonnenlicht. Zudem lassen sich mit Hilfe von Nanopartikeln transparente Sonnencremes mit besonders hohen Lichtschutzfaktoren herstellen.

Der BUND warnt vor solchen Produkten. Die Risiken der Nanopartikel seien weitgehend ungeklärt, zudem gebe es derzeit auch noch keine Kennzeichnungspflicht. Der Umweltverband empfiehlt beim Einkauf oder auf den Internetseiten der Hersteller Informationen darüber einzuholen, ob in den von ihnen angebotenen Produkten Nanopartikel enthalten sind.

Eltern können ihre Kinder außer mit Sonnencremes auch anders wirksam vor der Sonne schützen: Sonnenschirme, Hemdchen und Mützchen aus Baumwolle bieten weitgehend Schutz vor Sonnenbränden. Länger als eine Viertelstunde im Wasser zu sein oder zu langes Spielen in der prallen Sonne  ist ebenfalls zu vermeiden. Bei starker Sonneneinstrahlung besteht die Gefahr, dass Kleinkinder spätere Hautschäden oder gar Hautkrebs davontragen können.

Der BUND informiert in seiner Broschüre „Nanotechnologie im Alltag“ über die Risiken von Nanopartikeln.
Quelle: BUNDökotipps

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