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BUND Kreisverband Biberach

Bündnis: Artenvielfalt

Im Bündnis für Artenvielfalt engagieren sich mehrere  Naturschutzverbände aus der gesamten Region Biberach-Donau-Iller

Das Insekten- und Vogelsterben ist ein bundesweites und dramatisches Problem, das auch regionale Konsequenzen erfordert. Daher haben sich 8 Naturschutzverbände aus der Region Biberach-Donau-Iller Ende 2017 zum regionalen „Bündnis für Artenvielfalt“ zusammengeschlossen. Das „Bündnis für Artenvielfalt“ ist ein bis dato in Baden-Württemberg einzigartiges und beispielgebendes Kooperationsmodell von Verbänden und Vereinen mit dem gemeinsamen  Ziel

* die Artenvielfalt zu fördern und zu sichern und
* die Region zur Modellregion für Artenvielfalt zu entwickeln.

Als Naturschutzverbände wollen und können wir nicht weiter zusehen, wie die biologische Vielfalt im Bereich der Insekten und Vögel, aber auch anderer Kleinlebewesen auch in unserer Region gefährdet ist!

Der Rückgang der Vögel und der Insekten um fast 80 % innerhalb von zwei bis drei Jahrzehnten ist dramatisch und erfordert dringend Gegenmaßnahmen. Und eigentlich können wir uns auch nicht auf Insekten und Vögel beschränken, denn das ganze Ökosystem hängt zusammen. Es reicht nicht aus nach Brüssel oder Berlin zu starren und zu hoffen, dass dort die richtigen Beschlüsse gefasst werden. Die EU-Entscheidung, das Pestizid Glyphosat für weitere fünf Jahre zuzulassen, zeigt, dass die Politiker das Insektensterben nicht im Blick haben.

Die Ursachen des Artensterbens sind vielfältig und noch nicht in allen Details erforscht, dennoch müssen auch hier in unserer Region konkrete Maßnahmen angestoßen werden, denn „wir können mit dem Handeln nicht warten, bis jeder Irrtum ausgeschlossen ist“ (afrikanisches Sprichwort).

Die Naturschutzverbände haben vor allem im Blick, dass alle öffentlichen Flächen umweltverträglich bewirtschaftet werden. Auch bei Privatgärten ist wieder mehr Sensibilität für Umweltaspekte anzustreben. Bei Landwirtschafts-flächen ist kaum Einfluss möglich, hier ist die große Politik gefordert.
Eine Reihe von vorbildlichen Maßnahmen in der Region werden schon praktiziert, mit denen Glyphosat und andere artenschädigende Maßnahmen mit gutem Erfolg ersetzt worden sind. Zusätzlich steht seit kurzem ein Sonderprogramm der grün-schwarzen Landesregierung zur Verfügung, mit dem die Stärkung der biologischen Vielfalt mit 36 Millionen Euro für zwei Jahre gefördert werden soll.   

Die Tätigkeitsschwerpunkte des Bündnisses

1.Umweltbildung/Öffentlichkeitsarbeit
- Information und Sensibilisierung der Bevölkerung und der Kommunen in der gesamten Region für das Thema Artenvielfalt mit Veranstaltungen (Vorträge, Diskussionsforen, Aktionen etc.) und durch die Herausgabe von Informationsmaterial.;

2. Artenschutz
-Umsetzung praktischer Artenschutzmaßnahmen wie z.B. ökologisch orientierte Pflege u. Nutzung kommunaler Grundstücke und öffentlicher Grünflächen in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden;

3. Bürgerberatung
-Information und Beratung von Privatpersonen zu Themen wie z.B.  „naturnahe Gartengestaltung“, „insektenfreundlicher Garten“ und „Nisthilfen für Vögel und Insekten“;

4. Handlungsempfehlungen
-Umsetzung der Handlungsempfehlungen gemäß  „Regionaler Aktionsplan gegen das Insekten- und Vogelsterben – Handlungsempfehlungen der Naturschutzverbände“.

5. 7 Städte und Gemeinden in der Region wurden als „Modellgemeinden“ausgewählt: Stadt Ulm, Laupheim, Blaubeuren, Maselheim, Dietenheim, Schelklingen und Mähringen.
Diese 7 Kommunen sollen zu „Modellgemeinden für Artenvielfalt“ entwickelt werden und Vorbildfunktion für andere Gemeinden in der Region übernehmen.

Projektziele 2019

1. Information der Bevölkerung über das Insekten- und Vogelsterben durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit,

2. Fortführung der Gespräche und Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit den 7 Modellgemeinden und Kontaktaufnahme mit weiteren interessierten Gemeinden,

3. Kooperationen mit den Modellgemeinden bei der Umsetzung erster beispielgebender praktischer Maßnahmen.

Unterschriftenaktion

Machen Sie mit bei der Unterschriftenaktion!
Hier können Sie sich die Liste herunterladen: LASS BRUMMEN!

Artenvielfalt: Wie schütze ich Pflanzen und Tiere

Ob bedrohte Vogelart oder seltene Wildblume: Unsere Tipps zeigen, wie wir unsere heimischen Tiere und Pflanzen schützen können. 

Topp-Tipps + Artenlexikon

 

Libelle des Jahres 2019: Männchen der schwarzen Heidelibelle (Foto: Michael Post / GdO)

Schmetterling des Jahres 2019: Schachbrett. Foto: Erk Dallmeyer / BUND.

Erdhummel (Foto: S. Mösch / naturimdetail.de)

Distelfalter (Vanessa cardui). Foto von Christa Lachmann / BUND.

 

Blühwiese, Juli 2018

BÜNDNIS FÜR ARTENVIELFALT

Bündnismitglieder
BUND Regionalverband Donau-Iller
   mit Biberach, Alb-Donau-Kreis
   + Ulm
Bezirks-Imkerverein Ulm e.V.
Bündnis für eine gentechnikfreie
   Region Ulm
Fischereiverein Ulm/Neu-Ulm
NABU Allgäu-Donau-Oberschwaben
Naturfreunde Ulm
Schwäbischer Albverein
   Donau-Blau-Gau
Städtisches Gärtnern Ulm  

Mitgliederzahlen
aktiv mitarbeitende Mitglieder:
pro Mitgliedsverein 2-3,
gesamt ca. 25
Mitglieder in den jeweiligen Vereinen: einige Zehntausend,
entsprechend den Mitgliederzahlen
der beteiligten Vereine u. Verbände in der Region.

 

 

 

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